Grün, grüner, Hamburg!

Grün, grüner, Hamburg!


Naturliebhaber und Frischluftfreunde treibt es täglich auch in der kalten Jahreszeit in die Hamburger Parks. Doch was verbirgt sich eigentlich für eine Geschichte hinter den Wiesen und hoch gewachsenen Bäumen? Drei Parks stehen exemplarisch für die grüne Historie Hamburgs: der Wohlerspark, der Elbpark Entenwerder und der Wilhelmsburger Inselpark.

Wohlerspark – der ehemalige Friedhof Norderreihe

© Marthe Hartig

Ein Friedhof als Park? Ja, richtig. Da, wo sich die Altonaer gerne zum Drachensteigen, Joggen und gemütlichen Plausch auf der Bank treffen, war vor wenigen Jahrzehnten eine letzte Ruhestätte. Noch heute erinnern alte Grabsteine an den einstigen Friedhof. 1831 wurde der Begräbnisplatz von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Johannis eröffnet. Und fast 150 Jahre lang hielt man hier Zeremonien ab, um den Toten die letzte Ehre zu erweisen. Nach dem zweiten Weltkrieg mussten die Bürgerinnen und Bürger neue Anbauflächen finden und bauten zwischen den Gräbern Gemüse wie Kartoffeln an. Mit der Zeit pflanzten die Menschen neue Bäume und legten Steine, sodass der Friedhof auch wieder als solcher genutzt werden konnte. Bis 1979 – in diesem Jahr wurde der Friedhof zur öffentlichen Grünfläche umgewandelt und als Wohlerspark an die Anwohner übergeben. Gerade im Wechsel von der warmen zur kalten Jahreszeit lockt der Park mit seinem herbstlichen Farbspektakel die Hamburger zum entspannten Spaziergang entlang der Lindenallee.

Wilhelmsburger Inselpark – entstanden durch Ablagerungen

© Marthe Hartig

Auf nach Wilhelmsburg – zur 7.000-jährigen Entwicklungsgeschichte der größten Flussinsel Europas! Durch Ablagerungen von Sinkstoffen in die Elbe entstand mit der Zeit ein fruchtbares Schwemmland, das erst durch die spätere Eindeichung zur Insel in Hamburgs Süden wurde. Hier erstreckt sich der 85 Hektar große Inselpark und trägt damit ein großes Stück zur grünen Lebensqualität unserer Millionenstadt bei. Im Rahmen der Internationalen Gartenschau 2013 wurde der Park mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Im Frühjahr strahlen farbenfrohe Blumenbeete um die Wette, und im Herbst locken orange-rote Baumkronen Familien, Rentner und frisch verliebte Pärchen in den Park. Neben den Naturfreunden kommen Sportbegeisterte ebenfalls auf ihre Kosten: Mit einem großen Angebot an Indoor-Aktivitäten bietet beispielsweise die Nordwandhalle in der kalten Jahreszeit ein ordentliches Auspower-Programm.

Elbpark Entenwerder – einst eine Zollstation

© Marthe Hartig

16 Hektar naturbelassene Grünfläche gibt es hier zu entdecken, und die erstreckt sich über die gesamte Halbinsel Entenwerder. Was früher als Zollstation für Binnenschiffe diente, ist seit 22 Jahren eine Parkanlage zum Relaxen. Sie bietet einen attraktiven Spot, um einfach mal ein bisschen dem Großstadttrubel zu entfliehen. Die Brücken und die Autobahn sind noch in Sichtweite, aber trotzdem fühlt es sich an, als sei man in einer anderen Welt abgetaucht. Und das Beste: Der Park befindet sich direkt an der Elbe, Besucher können ganz weit schauen und abschalten. Seit über zwei Jahren erwartet übrigens das Café Entenwerder 1 seine Gäste auf einem Ponton. Wenn es draußen kühler ist, kann man es sich hier wunderbar mit Decken gemütlich machen, die Hände am Ofen wärmen und einen heißen Kakao schlürfen, während einem die frische Luft der Elbe um die Nase weht.

Welcher ist Ihr Lieblingspark in Hamburg?
Schreiben Sie uns an info@die-freien-hh.de! Gern binden wir Ihre Tipps und Fotos hier auf gute-besserung.hamburg ein!

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