Wie moderne Radiologie Patienten hilft

Wie moderne Radiologie Patienten hilft


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Im Alter können Gefäßveränderungen zunehmen und oft unbemerkt bleiben. Durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Computertomografie werden Gefäßschäden frühzeitig erkannt und Erkrankungsrisiken verringert.

Mit Brustschmerzen meldet sich Thomas D. aus Eidelstedt im Albertinen Krankenhaus. Der 55-Jährige weiß, dass Schmerzen in der Brust verschiedene Ursachen haben und sowohl harmlos als auch lebensbedrohlich sein können. „In solchen Fällen müssen wir schnell reagieren und abklären, ob eine schwerwiegende Erkrankung vorliegt. Mithilfe der Computertomografie können wir einschätzen, ob ein Herzinfarkt, eine Lungenembolie oder ein Gefäßwandeinriss der Hauptschlagader für den Schmerz von Herrn D. verantwortlich ist“, so Prof. Dr. Christoph Weber, Leiter des neuen Zentrums für Radiologie vom Albertinen Krankenhaus und Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus.

Im Zentrum stehen alle radiologisch aufgenommenen Bilder passwortgeschützt in einem digitalen Archiv bereit. Ärzte verschiedener Fachbereiche können unabhängig vom Ort blitzschnell auf das Material zugreifen. Die Vernetzung vereinfacht den fachlichen Austausch und bündelt wertvolle Kompetenzen: Zweitmeinungen werden über eine Telekommunikationseinrichtung in kürzester Zeit eingeholt. Wenn das Untersuchungsergebnis es erfordert, bespricht Prof. Dr. Weber aufgenommene Bilder zeitnah mit einem Kollegen aus der Gefäßchirurgie. Im Fall von Thomas D. zeigen sie einen Gefäßwandeinriss der Hauptschlagader. Dieser sei eigentlich zwar selten, trete aber bei Patienten mit Bluthochdruck häufiger auf. Mit einer Gefäßstütze wird der Riss operativ verschlossen.

„Die moderne Technik ermöglicht es uns, Patienten millimetergenau auf Bildern darzustellen und sie dank der umfangreichen Bildinformation ganzheitlich zu behandeln. Bei sechs Prozent unserer Untersuchungen stoßen wir zusätzlich auf Nebenbefunde, die wir abklären müssen“, erläutert Prof. Dr. Weber. So helfe die Radiologie auch, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und auf sie zu reagieren. Aufgrund des digitalen Datenaustausches stehen Diagnosen schnell zur Verfügung, außerdem lassen sie sich mit der heutigen Technik sehr präzise stellen. „Die Entwicklung geht noch weiter: In naher Zukunft werden wir anonymisierte, große Datensätze digital auswerten können. Sie geben uns dann bedeutende Rückschlüsse auf Erkrankungen und effektive Therapien zum Wohle des Patienten.“ Um auf diese Anforderungen vorbereitet zu sein, gründeten das Albertinen Krankenhaus und das Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus Anfang des Jahres ein gemeinsames, standortübergreifendes Zentrum für Radiologie – hamburgweit eines der größten im Krankenhaussektor.

© Bertram Solcher / Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

In naher Zukunft werden wir anonymisierte, große Datensätze digital auswerten können. Sie geben uns dann bedeutende Rückschlüsse auf Erkrankungen und effektive Therapien zum Wohle des Patienten.
Prof. Dr. Christoph Weber, Leiter des neuen Zentrums für Radiologie vom Albertinen Krankenhaus und Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

Beitragsbild: © sfam_photo/Shutterstock.com

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