Verwirrtheit

Delir auf der Intensivstation

Delir auf der Intensivstation


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Wo bin ich? Was ist passiert? Verwirrung nach Operationen oder auf der Intensivstation betrifft vor allem viele ältere Patienten im Krankenhaus. Mit einfachen Mitteln lässt sich vorbeugen und helfen.

Mediziner nennen diesen Verwirrungszustand Delir, das Gehirn gerät plötzlich aus der Spur. Ausgelöst wird es meist durch mehrere Faktoren. „Entgegen der weitverbreiteten Annahme ist die Vollnarkose nicht der alleinige Verursacher“, so Prof. Dr. Hermann Heinze, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie am Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg. Stress, Unsicherheit, Angst, Flüssigkeitsmangel und Risikofaktoren wie hohes Alter und Vorerkrankungen spielen eine große Rolle. „In dieser Mischung reicht ein ungünstiger Umstand aus, der das Fass zum Überlaufen bringt“, fährt Prof. Dr. Heinze fort. Aber: Einem Delir kann man vorbeugen.

So beugen Sie einem Delir vor

Da das Delir die Sterblichkeit erhöht, den Krankenhausaufenthalt verlängert und zu schlechteren Behandlungsergebnissen führt, sollte so gut wie möglich vorgebeugt werden. Dazu gehören unter anderem die umfassende Aufklärung des Patienten und ausreichend Flüssigkeitszufuhr bis kurz vor dem Eingriff. Kommt es dennoch zum Delir, ist es wichtig, dass sich der Patient schnell wieder zurechtfindet, um ihm Unsicherheit und Stress zu nehmen. „Hilfen wie Brillen, Hörgeräte und Zahnprothesen sollten Patienten möglichst schnell wiederbekommen“, rät Prof. Dr. Heinze. Weitere Orientierungshilfen sind Uhren und Kalender sowie eine beständige Tagesroutine. Zudem sollten Zimmer- und häufige Personalwechsel vermieden werden.


Beitragsbild: © Stock-Asso/Shutterstock.com

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