„Lieder fallen nicht vom Himmel“

Lieder fallen nicht vom Himmel


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„Wie schön, dass du geboren bist!“ oder „In der Weihnachtsbäckerei“ – Die Songs des Kinderliedermachers ROLF ZUCKOWSKI sind über Generationen hinweg bekannt. Warum er nun ein Hörspiel zum Thema Sonnenschutz in Auftrag gegeben hat, bei dem er auch als singender Erzähler mitwirkt, verrät der Hamburger im „gute besserung!“-Interview.

Das Hörspiel „Cosmo und Azura – Das dunkle Geheimnis der Sonne“ klärt
kindgerecht, spannend und unterhaltsam über die Gefahren ultravioletter
Strahlung auf und gibt Sonnenschutztipps. Wie kam es zu dieser CD?

Ich wurde von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gebeten, mich diesem wichtigen Thema zu widmen. Mir war die Bedeutung der Gesundheitsvorsorge im frühen Kindesalter sofort klar, denn die langfristigen Schäden durch zu intensive Sonnenbestrahlung
waren mir schon vorher bewusst. Mit Wolfram Eicke und Dieter Faber habe ich das optimale Autoren- und Produzententeam gefunden.

Achten denn die Eltern Ihres Wissens nach nicht ausreichend darauf, Ihre Kinder entsprechend zu schützen?

Ich denke, es fehlt vielfach das Wissen um die Gefahr, die bei wiederholten Sonnenbränden für die junge Haut besteht. Im späteren Leben kann das zu Hautkrebs führen. Dagegen ist wirksame Vorbeugung nötig und möglich. In den Kindern muss das Bewusstsein dafür angelegt werden, ohne sie mit Angst zu belasten. Darum kommt das Wort „Krebs“ in unserem Hörspiel nicht vor, wohl aber in den begleitenden Unterlagen der Kampagne für die Eltern und Pädagogen.

Das Schwerpunktthema dieser Ausgabe lautet „Ernährung und Lebensstil – der sorgsame Umgang mit dem Körper“. Worauf achten Sie selbst, um fit und gesund zu bleiben?

Ich habe zum Glück bisher eine stabile Gesundheit, eine gute Ausdauer und einen problemlosen Schlaf. Zu meinem Leben gehört, ohne viel Sport zu treiben, relativ
viel Bewegung, nicht zuletzt durch die Kinder. Ich nehme auch lieber die Treppe als den Aufzug, wenn ich nicht gerade schwer tragen muss. Meine Ernährung ist herkömmlich, aber mit Bedacht recht ausgewogen. Das Rauchen habe ich schon vor 40 Jahren aufgegeben, Alkohol wird nur in Maßen genossen.

Sie haben in den vergangenen 50 Jahren rund 700 bis 800 Lieder geschrieben und möchten nun die Hintergrundinfos zu den Liedern in einem Buch veröffentlichen. Was dürfen Ihre Fans erwarten?

©dpa picture aliance

Lieder fallen ja nicht vom Himmel. Manche entstehen durch kleine Bemerkungen, die ich aufschnappe. „Ich schaff das schon“, sagte mein jüngerer Sohn mit drei Jahren
nach einem kleinen Sturz im Blankeneser Treppenviertel. Andere Lieder sind das Ergebnis langen Besinnens, in sich Gehens und Erinnerns. So entstand der Titel „Für Dich“ (aus dem Album „Deine Sonne bleibt“) im Gedenken an meine im September 2004 verstorbene Mutter einige Monate später im Mai 2005 bei einem langen Spaziergang am Strand von Westerland. Es enthält u. a. die wichtige Zeile „Kinder werden groß, ich lass dich los“, nachdem meine Mutter mir auf dem Sterbebett zugeflüstert hatte: „Auch Eltern werden groß, man hat sie lieb und lässt sie los."

Wann wird das Buch erscheinen?

Ich hoffe, es wird in diesem Jahr inhaltlich fertig. Dann geht es darum, einen Verlag zu finden und mit ihm das Konzept im Lektorat zu überarbeiten.

Welches ist Ihr persönliches Lieblingslied?

Zurzeit „Fahr nur vorbei“ aus dem Album „Mein Lebensliederbuch“ – das Lied einer Pusteblume, die jeden Sonnenuntergang genießt und ihre Kinder bald fliegen lassen wird, wenn und wohin der Wind es will. Der Löwenzahn ist meines Wissens die einzige Blume, die im Alter auf ihre Art noch einmal besonders schön wird und bei Kindern besonders beliebt ist.

Welche Ihrer Lieder gefallen Ihren Enkeln am besten?

Unser Jüngster, Leo, ist fünf Jahre alt und singt zurzeit besonders gern „Die Jahresuhr“, nachdem „Stups, der kleine Osterhase“ für dieses Jahr seinen Dienst getan hat.

Mit Ihrem Plattenlabel „noch mal!!!“ unterstützen Sie Nachwuchskünstler, z. B. die Hip-Hop- Gruppe „Deine Freunde“. Warum ist es Ihnen so wichtig, Musiker zu unterstützen, die Lieder für Kinder machen?

Ehrlich gesagt, zunächst für mich selber, denn ich bleibe durch den intensiven und inspirierenden Kontakt zu den jungen Musikerinnen und Musikern lebendig und am Puls der Zeit. Es bedeutet mir viel, junge Talente mit einer individuellen Handschrift und unverwechselbaren Gestaltungskraft einen Weg zu eröffnen, auf dem sie sich entfalten können. Sie ergänzen damit mein Liederspektrum für die heutige Kinder- und Elterngeneration, ohne der Beliebtheit meiner eigenen
Lieder auch in dieser Zeit etwas zu nehmen.

Wird es in diesem Jahr außerdem noch eine neue CD, Konzerte oder Fernsehauftritte von Ihnen geben?

Ich freue mich darauf, dass im November die CD zum Musical „Die Weihnachtsbäckerei“ erscheinen wird. Die umjubelte erste Spielzeit im Hamburger „Schmidts Tivoli“ findet in diesem Jahr dort eine Fortsetzung und dazu kommt nun auch noch eine bundesweite Tournee!


Das Interview führte Marthe Westphal


Beitragsbild: © Livia Reber (Bild oben© dpa picture alliance (Bild unten)

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