Schwer zu schlucken

Schwer zu schlucken


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Schlucken fühlt sich an wie eine Nebensache. Aber nicht für die, die unter einer Störung leiden.

Fast zwei Jahre lang quälten Martina H. ihre starken Schluckbeschwerden. Ausgeschlossen hatten die Ärzte mögliche Entzündungen oder einen Tumor. Also doch stressbedingt? Die 41-Jährige sah sich bereits auf dem Weg in die Psychiatrie. Vorher führte er sie aber noch zu PD Dr. Jutta Keller, Leiterin der Funktionsdiagnostik und Sonographie im Israelitischen Krankenhaus Hamburg. „Wir konnten bei ihr schließlich eine Achalasie als Grund finden und behandeln. Bei dieser Krankheit krampfen bestimmte Abschnitte der Speiseröhre. Zu uns kommen aber auch Fälle, bei denen Schlucken falsch antrainiert ist.“

Genauso können Erkrankungen des Gehirns die Ursache sein. Oder bei Refluxpatienten funktionieren die Muskeln der Speiseröhre nicht mehr richtig. 1.000 Mal schluckt der Mensch am Tag. Meistens unbewusst. Bei Dr. Keller schlucken Patienten bewusst. Währenddessen geht die Ärztin zum Beispiel mit den Messfühlern einer Drucksonde der Qual hinter dem Brustbein auf den Grund. Zentimeter für Zentimeter kommt sie so dem Schluckweh deutlich näher.


Beitragsbild: © Thunderstock/Shutterstock.com

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