Übungen bei Schluckstörungen

Was hilft bei Schluckstörungen?

Was hilft bei Schluckstörungen?


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Wir tun es rund 2000 Mal am Tag – und merken erst, wie (lebens-)wichtig das Schlucken ist,
wenn es nicht mehr funktioniert.

Wann kommt es zu Schluckstörungen?

„Nach einem Schlaganfall, bei Parkinson oder auch bei Krebs im Mundraum kann der Schluckvorgang gestört sein“, erklärt Kathrin Westphal, leitende Logopädin am Ev. Krankenhaus Alsterdorf. Zum Beispiel, weil das Kauen eingeschränkt ist, die Zunge Essen oder Flüssigkeit nicht mehr zum Rachen schieben kann und beim eigentlichen Schlucken Speisereste bis in die Lunge rutschen und dort eine Entzündung auslösen können. Die Folge: eine stark eingeschränkte Lebensqualität, Angst vor dem Essen, Gewichtsabnahme, im schlimmsten Fall sogar eine tödlich verlaufende Lungenentzündung.

Was sind Warnzeichen für eine Schluckstörung?

Warnzeichen für eine Schluckstörung sind unter anderem Husten und Räuspern beim Essen. Logopädinnen und Logopäden unterstützen Menschen mit Schluckstörungen dabei, das Schlucken wieder zu normalisieren oder im Alltag damit zurechtzukommen. Es sollte leicht zu schluckende, passierte Kost zubereitet werden. „Wichtig ist eine aufrechte Haltung beim Essen – auch im Krankenhausbett. Sie macht das Schlucken leichter“, sagt Logopädin Westphal. Schließlich können auch gezielt Muskelgruppen im Gesicht trainiert werden – das hilft zum Beispiel nach einem Schlaganfall mit Gesichtslähmung.


Beitragsbild: © Kirsten Petersen

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