Im höheren Alter zufriedener

Im höheren Alter zufriedener


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Gute Nachrichten: Die Lebenszufriedenheit nimmt im Alter nicht ab – sie kann sogar noch steigen! Priv.-Doz. Dr. Alexander Rösler vom Bethesda Krankenhaus Bergedorf erklärt, was zum erfolgreichen Altern führt. 

Man könnte meinen, mit zunehmenden Einschränkungen und körperlichen Gebrechen wird der Mensch im höheren Alter immer unzufriedener. Dem ist nicht so, wie Studien belegen. Eine große Rolle bei der Lebenszufriedenheit spielen sogenannte Resilienzfaktoren wie ein positives Selbstbild, Humor, Familie, Lebenserfahrung und Selbstwirksamkeit, also die Überzeugung, auch schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können. 

„Resilienz ist innere Widerstandskraft“, so der Chefarzt der Klinik für Geriatrie, Priv.-Doz. Dr. Rösler. „Gerade heute erst haben wir eine hochbetagte Frau nach Hause entlassen können, die sich von ihren Erkrankungen nicht entmutigen lässt. Sie beweist bewundernswerte Flexibilität.“

Es gibt Strategien, die einem dabei helfen, trotz Einschränkungen positiv zu bleiben. Zum Beispiel das SOK-Modell, welches schnell am Beispiel des Pianisten Arthur Rubinstein erklärt ist: Er spielte im Alter weniger Stücke (S = Selektion), übte sie noch gründlicher (O = Optimierung) und verlangsamte das Tempo vor schnellen Passagen, sodass die nachfolgenden Läufe im Kontrast besonders schnell wirkten (K = Kompensation). 

Auf den Alltag angewendet: Wer sich erreichbare Ziele steckt, weiter übt und Hilfe annimmt, der wird wahrscheinlich zufriedener altern. So ist es Rösler wichtig, möglichst mit jedem Patienten zu besprechen, welche Ziele dieser selbst erreichen möchte. 


Beitragsbild: © mimagephotography/Shutterstock.com

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