Schrittzähler unterstützt Asthma-Therapie

Schrittzähler unterstützt Asthma-Therapie


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Die Diagnose Asthma führt viele Patienten weg vom Sport. Aber gerade diese Schonhaltung ist bei Asthma kontraproduktiv.

Dr. Thomas Bahmer Pneumologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der LungenClinic Grosshansdorf

Ob leichtes oder schweres Asthma – in allen Fällen unterstützt körperliche Aktivität die Therapie“, so Dr. Thomas Bahmer, Pneumologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der LungenClinic Grosshansdorf. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass jeder Asthmatiker dreimal wöchentlich 30 Minuten joggen muss. Es zählt die Bewegung an sich und damit ist jeder Schritt ein Schritt in die richtige Richtung! Motivierend wirkt dabei in vielen Fällen ein Schrittzähler am Handgelenk. 10.000 Schritte täglich sollen wir laut Weltgesundheitsorganisation machen, das entspricht ca. fünf Kilometern Fußmarsch. Nicht gerade wenig, aber wer es schafft, wird z. B. durch ein virtuelles Feuerwerk auf dem Fitnesstracker belohnt.

Für eine aktuelle Studie, an der Dr. Thomas Bahmer mitgewirkt hat, wurden Asthmapatienten unterschiedlicher Schweregrade mit einem Schrittzähler ausgestattet. Das Ergebnis lässt sich durch eine einfache Gleichung ausdrücken: Je mehr Schritte, desto besser die Lungenfunktion und entsprechend auch die Prognose. Wer unter Belastung vermehrt Symptome hat, der sollte die körperliche Aktivität nicht sofort einschränken, sondern mit seinem Arzt sprechen und die Therapie optimieren.

© javi_indy/Shutterstock.com und © LungenClinic Grosshansdorf (unten)

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