Kampf dem Hautkrebs

Kampf dem Hautkrebs


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Als Rolf B. (50) vor einiger Zeit einen ungewöhnlichen Leberfleck auf seinem Oberarm entdeckte, dachte er sich nicht viel dabei. Um sicherzugehen, suchte er dennoch einen Arzt auf. Das war Glück im Unglück: Bei der Diagnose Hautkrebs kommt es auf eine schnelle Behandlung an.

Eine Operation gilt als erstes Mittel der Wahl, wenn es darum geht, Hautkrebs zu entfernen. Bei kleinen Tumoren wird der Eingriff direkt in der Praxis vorgenommen. Anders sieht es aus, wenn diese wiederkommen, zu groß sind oder Patienten Begleiterkrankungen mitbringen. In solchen Fällen sollte man eine Klinik aufsuchen.

Eine gute Nachsorge ist entscheidend

Dr. Guido Bruning © Oliver Breitwieser, Tabea Krankenhaus

„Bei Melanomen, die dicker als 0,8 mm sind, müssen wir Lymphknoten entnehmen, um sicherzustellen, dass alle Tumorzellen entfernt wurden“, erklärt Dr. Guido Bruning, Leiter des Hauttumorzentrums (HTZ) am Krankenhaus Tabea. Auch nach der Entfernung des Tumors besteht für Rolf B. immer noch das Risiko, dass der Krebs wiederkommt,betont Dr. Bruning. Daher rutschen Patienten wie er beim HTZ in ein sogenanntes Nachsorgeschema.

Operateure, Internisten, Radiologen und Strahlentherapeuten entwickeln dabei gemeinsam den optimalen Behandlungsplan. „Zudem arbeiten wir viel mit Ambulanzen zusammen, Patienten werden in der Regel nur bei Nebenwirkungen stationär behandelt“, so Dr. Bruning. Das von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte HTZ bietet Rolf B. somit ein komplettes Versorgungssystem.

Hautkrebs als Berufskrankheit

Prof. Skudlik © BG Klinikum Hamburg

„Hautkrebs ist eine der häufigsten Berufskrankheiten. Da unsere Gesellschaft immer älter wird, ist es kaum verwunderlich, dass sich auch die Hautkrebsfälle häufen. Bauarbeiter, Dachdecker, Gärtner – viele Berufsgruppen, die regelmäßig im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet. Kann die direkte Sonneneinstrahlung zwischen 10 und 16 Uhr nicht vermieden werden, schützt man sich am besten durch Kopfbedeckungen, lange Kleidung und Sonnencreme. Auch die regelmäßige Vorsorge beim Arzt ist besonders zu empfehlen.“

– Prof. Christoph Skudlik Chefarzt am Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) des BG Klinikums Hamburg


Beitragsbild: © Africa Studio/Shutterstock.com

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