Sensoren gegen Stürze

Sensoren gegen Stürze


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Vor allem für hochbetagte Menschen kann ein Sturz schwerwiegende Folgen haben. Im Rahmen einer neuen Studie werden Sensoren in orthopädischen Schuhen getestet – sie sollen Gefahren erkennen.

Um frühzeitig auf Bewegungsstörungen aufmerksam zu werden und präventive Maßnahmen einzuleiten, setzt die Medizinisch-Geriatrische Klinik im Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg innovative Sensoren zur Ganganalyse ein. „Wir analysieren den Gang des Patienten bei seiner Aufnahme und kurz vor der Entlassung. Auch das Agaplesion Markus Krankenhaus in Frankfurt am Main ist an der Studie beteiligt und stellt seit Frühjahr Daten bereit. Diese werden anonymisiert und an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) untersucht“, so Dr. Matthias Müller-Schulz, Chefarzt der Medizinisch-Geriatrischen Klinik. Dabei werden die Sensoren in speziell angefertigte orthopädische Schuhe integriert. Sie messen unter anderem Schrittdauer, Schrittlänge und Auftrittswinkel. Verglichen mit einer analogen Untersuchung können sie genauer und objektiver feststellen, ob jemand sturzgefährdet ist. Prof. Dr. Björn Eskofier vom Lehrstuhl für Maschinelles Lernen und Datenanalytik der FAU ergänzt: „Dank der Daten können wir allgemeine Rückschlüsse für Verbesserungen ziehen. Langfristig versprechen wir uns Erkenntnisse über den Einfluss von Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen auf das Sturzrisiko.“


Beitragsbild: © Agaplesion Diakonieklinikum

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