Bauchweh als ständiger Begleiter

Bauchweh als ständiger Begleiter


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In Deutschland leiden derzeit annähernd 300.000 Menschen an den chronischen Darmentzündungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die meisten Betroffenen erkranken zwischen dem 20. und dem 30. Lebensjahr. Doch auch im Kindes- und Jugendalter oder im höheren Erwachsenenalter kann es dazu kommen.

Typische Symptome für Morbus Crohn sind Durchfälle und Bauchschmerzen. Die Entzündung kann die Bildung von Fisteln, insbesondere um den Analkanal, verursachen. Auch können infolge der chronisch vernarbenden Entzündung Verengungen (Stenosen) entstehen, die die Passage des Stuhls durch den Darm beeinträchtigen. Die Colitis ulcerosa, die immer den Dickdarm betrifft und hier die Schleimhaut (Mukosa) und die Bindegewebsschicht darunter (Submukosa), äußert sich oft in blutigen Durchfällen und Schmerzen beim Stuhlgang.

Operation kann helfen

„In enger Abstimmung mit unseren Fachkollegen aus der Chirurgie raten wir beim Morbus Crohn dann zu einer Operation, wenn es zu einer erheblichen Einengung des Darms gekommen ist“, erläutert Internist Dr. Niels Liedtke, Oberarzt der Medizinischen Klinik am Israelitischen Krankenhaus Hamburg. Bei einer solchen Operation wird versucht, möglichst viel Darmstrecke zu erhalten. Die Colitis ulcerosa wird in der Regel operiert, wenn es zu nicht beherrschbaren, gegebenenfalls blutigen Durchfällen kommt oder der Verdacht auf eine Krebserkrankung besteht. „Meist muss dann zwar der gesamte Dickdarm entfernt werden, doch gelingt es in der Regel, kontinenzerhaltend zu operieren und den Patienten so einen dauerhaften künstlichen Darmausgang zu ersparen“, sagt Dr. Liedtke.


Beitragsbild: © Christina Clasen

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