S. Rissen (2. v. l.) und C. Faßbender (3. v. l.) gemeinsam mit ehrenamtlichen Helferinnen und einer Patientin beim Backen.© Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Mit Demenz im Krankenhaus

Mit Demenz im Krankenhaus


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Yanis S. (71) leidet an Demenz und muss operiert werden. Für ihn bedeutet der Aufenthalt in der Klinik Unruhe und Stress. Das Bethesda Krankenhaus in Bergedorf (BKB) hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesem Patienten individuell zur Seite zu stehen.

Menschen mit dementiellen Erkrankungen benötigen im Falle einer Behandlung im Krankenhaus häufig eine besondere Betreuung. Die Umgebung sowie das Krankenhausteam sind ihnen nicht vertraut, die Abläufe unverständlich. „Gewohnheiten, Vorlieben und einige biografische Anhaltspunkte des Patienten zu kennen, sind bei der Versorgung unerlässlich“, so Silke Risse, Stabstelle Demenz.

„Seit Mai 2017 bieten wir mit dem Ziel, das Wohlbefinden unserer Patienten durch gemeinsames Singen, Kochen oder Bewegungsübungen zu fördern, die Aktivgruppe Demenz an. Im Fall von Yanis S. haben wir seine vorhandenen Griechischkenntnisse genutzt, um ihn für die Tagesaktivierungen zu motivieren. Dabei haben wir ihn in der Kochgruppe Rezepte vorlesen und auf Griechisch übersetzen lassen. Es war deutlich zu merken, dass seine ständige Unruhe durch gezielte Aktivierung seines Interesses in den Hintergrund rückte“, erzählt Christine Faßbender, Stabstelle Demenz am BKB. Für die verbleibende Zeit auf der Station wurden die Angehörigen in die Betreuung eingebunden. „Kleine Botschaften, die an den Rollator gehängt wurden, z. B. Besuchszeiten seiner Frau, oder gemeinsame Mahlzeiten am Nachmittag haben ihn während seines Aufenthalts sehr beruhigt“, so die Expertinnen.

Bildquelle: © Bethesda Krankenhaus Bergedorf
(S. Rissen (2. v. l.) und C. Faßbender (3. v. l.) gemeinsam mit ehrenamtlichen Helferinnen und einer Patientin beim Backen.)

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