Stuhltest als wichtiger Baustein

Stuhltest als wichtiger Baustein


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Eine Darmspiegelung bleibt die beste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs. Doch schon bei Stuhluntersuchungen lassen sich dank eines neuen Testverfahrens Vorläufer von Tumoren zuverlässiger aufspüren.

Wird er früh genug erkannt, können Ärzte einen entstehenden Darmkrebs oft erfolgreich behandeln. Noch immer nutzen aber zu wenige Männer und Frauen die Möglichkeiten der Vorsorgeuntersuchung – obwohl Krankenkassen ab dem 55. Lebensjahr die Kosten für eine Darmspiegelung übernehmen.

Auch einen einfach durchzuführenden Stuhltest zahlt die Kasse; im Alter von 50 bis 54 jährlich, ab 55 alle zwei Jahre. Der dabei heute empfohlene immunologische Test untersucht die Stuhlprobe auf okkultes, also verstecktes, Blut von Geschwüren oder Darmpolypen. „Das neue Verfahren ist sensitiver und erkennt ganz einfach mehr Darmkrebserkrankungen in ihrem Frühstadium“, bekräftigt Prof. Dr. Andreas de Weerth, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg.

Zudem ist der heutige Test verlässlicher: Beim alten Papierstreifentest konnte schon eine gegessene Blutwurst zum verdächtigen Befund führen. Blut im Stuhl weist jedoch auch beim immunologischen Test nicht zwangsläufig auf Darmkrebs hin. Dafür können unter anderem Hämorrhoiden, kleine Verletzungen oder Zahnfleischbluten verantwortlich sein. „Wenn der Test positiv ausfällt, sollte unbedingt eine Spiegelung durchgeführt werden. Dabei lassen sich Darmpolypen, also Wucherungen, direkt feststellen und gleich entfernen“, so Prof. de Weerth. Immunologischer Stuhltest und Darmspiegelung – zusammen bilden beide die wichtigen Bausteine einer erfolgreichen Darmkrebsvorsorge.


Beitragsbild: © Heike Roessing

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