„Honig im Kopf“ vorbeugen

„Honig im Kopf“ vorbeugen


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© Gabriele Heine

Mal wieder den Schlüssel verlegt oder die Namen von Bekannten verwechselt – sind das etwa die Vorboten von Demenz? Priv.-Doz. Dr. Alexander Rösler, Chefarzt der Klinik für Geriatrie am Bethesda Krankenhaus Bergedorf, klärt auf.

Erst dann, wenn eine erworbene geistige Beeinträchtigung mindestens sechs Monate anhält oder zunimmt und zu einer Beeinträchtigung im Alltagsleben führt, wird von Demenz gesprochen. „Dabei müssen mindestens zwei Teilbereiche wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit oder räumliche Orientierung betroffen sein“, so Dr.  Rösler. Wer also zwei Mal den Schlüssel verlegt, ist nicht gleich dement!

Demenz lässt sich ausbremsen, zum Beispiel durch die Ernährung.

Studien wie z. B. die sog. FINGER-Studie haben gezeigt, dass Demenz durch eine Kombination von Lebensstil-veränderungen vorgebeugt werden kann. „Die  Veränderungen umfassen dann mehr Bewegung, mehr soziale Interaktion und eine an der mediterranen Diät orientierte Ernährung mit hohem Anteil an Früchten, Gemüse, Vollkornprodukten und Nüssen“, sagt Dr. Rösler. Andere Studien, die untersuchten, ob Einzelfaktoren wie Sport oder kognitives Training das Gehirn vor demenziellen Erkrankungen schützen, haben nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht.


Beitragsbild: © Anna Shkuratova/Shutterstock.com

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