Vernetzt und aktiv im Alter

Seit 2017 läuft das „NetzWerk GesundAktiv“ (NWGA). Ziel des durch den „Innovationsfonds“ der Bundesregierung geförderten, sektorenübergreifenden Pilotprojekts: Senioren möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder hinauszuzögern. Werner S. (75) hat, wie viele über 70-Jährige im Bezirk Eimsbüttel, die bei der TK, BARMER, DAK-Gesundheit und Knappschaft versichert sind, einen Fragebogen sowie Informationen über das …

Neues Knie mit 90

Helga M. aus Wilhelmsburg leidet an Herzinsuffizienz, Nierenschwäche und Gelenkverschleiß. Als die Knieschmerzen unerträglich werden und sie an den Rollstuhl fesseln, entscheidet sie sich für eine Operation. Trotz ihrer 90 Jahre, trotz aller anderen Erkrankungen. Auch ein sehr alter Mensch kann von einem künstlichen Gelenk profi tieren“, sagt Dr. Alexander Krueger, Chefarzt Orthopädie am Wilhelmsburger Krankenhaus  Groß-Sand. „Einige Kliniken lehnen Hochbetagte …

Kiano kann wieder laufen

Als Kiano* aus Angola nach Deutschland kam, hatte der Elfjährige bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Seine schwere Beinverletzung machte das Laufen unmöglich. Erst die Spezialisten am BG Klinikum Hamburg konnten dem kranken Jungen helfen. Kianos Schienbeinknochen war chronisch entzündet, die Wunde offen, seine Schmerzen unerträglich. Nach mehreren Vor-Operationen in Afrika hatte er das Glück, zur medizinischen Behandlung nach Europa …

Altersbedingte Wirbelbrüche bleiben oft unentdeckt

Schmerzen im Rücken, verminderte Beweglichkeit und Einschränkungen bei Alltagstätigkeiten. So oder ähnlich geht es vielen Betroffenen mit einer osteoporotischen Fraktur der Wirbelkörper. Sie ist eine der am häufigsten vorkommenden Arten von Knochenbrüchen und hängt damit zusammen, dass im Alter die Knochendichte abnimmt. „Vor allem Frauen nach der Menopause sind für osteoporotische Wirbelkörperfrakturen anfällig“, erklärt Dr. Erik Fritzsche, Chefarzt des neugegründeten, …

„Honig im Kopf“ vorbeugen

© Gabriele Heine © Gabriele Heine Mal wieder den Schlüssel verlegt oder die Namen von Bekannten verwechselt – sind das etwa die Vorboten von Demenz? Priv.-Doz. Dr. Alexander Rösler, Chefarzt der Klinik für Geriatrie am Bethesda Krankenhaus Bergedorf, klärt auf. Erst dann, wenn eine erworbene geistige Beeinträchtigung mindestens sechs Monate anhält oder zunimmt und zu einer Beeinträchtigung im Alltagsleben führt, wird von …

Schwanger mit Epilepsie?

Als die 28-jährige Julia K. sich ein Kind wünschte, war sie verunsichert: Sollte sie trotz ihrer Erkrankung schwanger werden oder war dies nicht viel zu gefährlich? Epilepsie zählt zu den häufigsten chronischen neurologischen Erkrankungen. Etwa jeder Achtzigste ist betroffen. „Fast täglich kommt eine junge Frau wie Julia K. zu uns ins Epilepsie-Zentrum, die aufgrund ihrer Erkrankung Angst hat, kein Baby …

Ganz nah bei Mama und Papa

Immer mehr Schwangerschaften werden als Risikoschwangerschaften eingestuft. Eine der möglichen Folgen ist eine Frühgeburt. Jedes Jahr kommen in Deutschland mittlerweile rund 10.000 Kinder mit einem Gewicht von weniger als 1.500 Gramm zur Welt. Normal sind  2.800 bis 4.200 Gramm. Krankenhäuser stellen sich zunehmend darauf ein. „Das Durchschnittsalter werdender Mütter ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Außerdem hat sich die …

Mehr als nur Raucherhusten

Eine der häufigsten Krankheiten und die dritthäufigste Todesursache weltweit ist COPD (= engl. chronic obstructive pulmonary disease). Die Lungenkrankheit wird oft durch das Rauchen ausgelöst. Doch eine Atmungstherapie kann Linderung versprechen. Hustenanfälle sind für viele Raucher zur Gewohnheit geworden. Ein fataler Irrglaube, ist es doch oft mehr als nur ein Raucherhusten, und COPD ist die Folge. „Natürlich ist das erste …

„Für Diabetes muss man sich nicht schämen“

Mit seinem offenen Umgang mit seiner Krankheit ist der Coiffeur Udo Walz ein Vorbild für andere Diabetiker. Als prominenter Betroffener steht er zur Verfügung, wenn es um Aufklärung rund um das Thema geht. So war er zum Beispiel vor zwei Jahren Testimonial der Kampagne zur Diabetes-Dunkelziffer, die unter anderem von der Deutschen Diabetes-Hilfe initiiert wurde.  Was ist Ihrer Meinung nach …

Der Starfighter unter den Insulintherapien

Diabetiker Udo Walz nutzt eine Insulinpumpe, um sich das lebenswichtige Hormon nicht mit dem Pen oder der Spritze injizieren zu müssen. Dr. Jürgen Wernecke, Chefarzt der Klinik für Diabetologie am Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg, erklärt, was dabei zu beachten ist. Menschen mit Diabetes müssen sich künstlich Insulin, ein wichtiges Hormon für den Stoffwechsel, zuführen. Bei sog. Basis-Bolus-Therapien mit Pen oder Spritze …